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BANG! BOOM! | Carola Rümper

Projektstipendium KunstKommunikation 21

Bunt wird es werden, laut vielleicht auch, wenn man nach den poppigen Sprechblasen der Projektpräsentation geht. Der Titel beschreibt allerdings nur die Oberfläche des Ganzen, die formale Klammer dieses umfassenden fotografischen Kunstprojektes für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung.
Ein übergroßes Memoryspiel mit Fotos der ProjektteilnehmerInnen soll am Ende entstehen, die das eigene alltägliche private und berufliche Umfeld illustrieren – die Wohnungseinrichtung, vielleicht das Essen, die Freunde … Zuvor gibt es eine technische Einführung ins Fotografieren, eine begleitete Experimentierphase bis hin zur Bildbearbeitung am Computer. Aspekte der PopArt bilden dabei eine erste Orientierung und sichert die große Gestaltungslinie.
Die kunstpädagogische Idee von BANG! BOOM! liegt in der Verbindung von Workshop, also Prozess und Ergebnis, bewegt sich im Spannungsfeld des Erlebens banal-beiläufiger Alltagserfahrungen und -situationen und der Suche nach ultimativen abbildungswürdigen Motiven. Alles hängt zusammen … Carola Rümper gelingt es, diese Aspekte in intensiven Vorbereitungs- und anspruchsvollen Umsetzungsphasen zu verbinden bis hin zur gemeinsamen spielerischen Nutzung. BANG! BOOM! basiert auf der übergangslosen Verbindung künstlerischer und sozialer Arbeit, die höchst professionell durchdacht und eingesetzt wird. Dieser reflektierte und sensible Umgang mit Menschen, deren Wahrnehmung und Kommunikationsformen hat die Jury überzeugt.

Jurybegründung als PDF

Exposé Projekt Carola Rümper

BANG! BOOM! – Mitmachen und Mitdenken

Projektvorschau
BANG! BOOM! | Carola Rümper

ab 20.02.21: AUFTAKT! Start des Projektstipendiums KunstKommunikation
21.03.21: Aktion zum Start der Gravenhorster SAISONALE*
30.05.21: Aktion bei Marktzauber
02.07.21: Aktion bei openART
09.10.21 – 30.01.22: RÜCKBLICK! Projektstipendium KunstKommunikation 21
30.01.22: Finissage

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BANG! BOOM! – live!

Künstlerische Postitionen und Vita | Carola Rümper

Carola Rümper ist Konzeptkünstlerin und Projektraumbetreiberin aus Berlin. Sie hat an der Universität Osnabrück Kunst und Literatur und an der Akademie Enschede freie Kunst studiert. Die Künstlerin entwickelt Projekte, die gesellschaftliche Themen und Phänomene aufgreifen. In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrere Projekte für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung durchgeführt. Im Fokus stand dabei der politische Ansatz der Teilhabe aller Menschen. Der Missstand der Ausgrenzung von Menschen aus der deutschen Gesellschaft rückte bei diesen Projekten in den Vordergrund.
Der öffentliche Raum als Plattform zum Agieren und zu diskursiver Auseinandersetzung spielt in Rümpers Projekten eine zentrale Rolle. Interventionen fordern die Menschen zur Kommunikation auf, wodurch gesellschaftlich relevante Themen neu verhandelt werden. Im Jahr 2020 begann Carola Rümper das Projekt »Boulevard ist Trumpf«. In diesem Projekt werden Begriffe »Heimat« und »Identifikation« in der Auseinandersetzung mit dem Spiel »Skat« in den Fokus gerückt und untersucht. Teilnehmende aus dem Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf setzten sich über die Beschäftigung mit dem Spiel »Skat« auch mit der eigenen Lebensgeschichte und dem historischen Kontext der deutschen Geschichte auseinander. Die Teilung und die Wiedervereinigung Deutschlands mit seinen Auswirkungen wurden in einen neuem und unüblichen Zusammenhang gesetzt, unerwartete Sichtweisen und neue Urteilsbildung wurden ermöglicht.

Die Übergänge zwischen der Arbeit als Künstlerin und Projektraumbetreiberin sind oft fließend und in der künstlerischen Tätigkeit ein zentraler Aspekt. Der künstlerische Ansatz von Carola Rümper wird durch die Tätigkeit als Projektraumbetreiberin mit einem gesellschaftspolitischen Kontext verbunden und erweitert ein ästhetisches, künstlerisches Erlebnis mit konkreten gesellschaftlichen Fragestellungen wie z.B. dem Verhältnis von Stadtmitte und Peripherie. Die Arbeit als Künstlerin und Projektraumbetreiberin ist oft eng mit zentralen Fragestellungen Rümpers Wahlheimat Berlin verbunden. 2019 erhielt sie von der Berliner Senatskanzlei für Kultur den Preis für freie Projekträume und -initiativen. Darüber hinaus arbeitet die Künstlerin international, um nationale Fragestellungen in einem internationalen Kontext abzugleichen und zu hinterfragen. Es wurden unter anderem Projekte und künstlerische Arbeiten in der Nationalgalerie in Windhoek (Namibia) und auf dem Performance Festival ZEROPLATFORM in Yangon (Myanmar) gezeigt. Stipendien erhielt Carola Rümper auch in Ägypten und der Schweiz.

www.carola-ruemper.eu

Kunstprojekte 2021