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Wir danken und gedenken Wilm Weppelmann

Mit aufrichtiger Trauer erfüllt uns die Nachricht vom Tod des Künstlers Wilm Weppelmann. Als wir 2019 das neue Programmformat »Gravenhorster SAISONALE* temporäre Kloster.Garten.Kunst« konzipierten, war es von vorneherein klar, dass wir dazu Wilm Weppelmann einladen wollten. In Sachen zeitgenössische Gartenkunst und subversive Kulturprojekte zum Thema Natur und Nachhaltigkeit war er uns schon lange als ausgewiesener Kenner und kreativer Initiator bekannt. Wir sind froh und dankbar, dass er in diesem Jahr noch die – für ihn und für das DA, Kunsthaus – so wichtige künstlerische Arbeit »Arche ist klein« realisieren konnte.

In einem groß angelegten Panorama fächerte sich die weiträumige Installation auf: An der Nordseite des ehemaligen Klosters, eröffnet sich den Besucherinnen und Besuchern eine gestaffelte Landschaftsszenerie aus vorgelagerter Wiese, Gräfte, historische Klostermauer und dem Klostergebäude selbst. Inmitten dieser Kulisse bettete der Künstler ein Holzboot in den Durchbruch der Klostermauer, auf dessen Deck ein Olivenbaum und weitere Pflanzen beherbergt waren. Ein in der Gräfte halb versunkenes Häuschen akzentuiert den vorderen Bildraum.

Einem Theaterstück gleich inszenierte Wilm Weppelmann damit den historisch aufgeladenen Raum des Klosterparks und erweiterte diesen mit dem Sinnbild der Arche und einer gefluteten Behausung. In einer Performance zur Eröffnung im März fasste er die Installation in eine Gesamtinszenierung ein, betonte die Dramatik der einzelnen symbolträchtigen Elemente und hinterfragte – Woher kommt alles, wohin geht es und wie agieren wir Menschen darin?
Die Themen Kreisläufe, Ressourcenverfügbarkeit und nachhaltiges Agieren waren zentrale Themen in Wilm Weppelmanns künstlerischer Arbeit und diese sind in die Gravenhorster Installation gleichsam eingewoben. Ohne politisch vordergründig zu sein, kreierte der Künstler damit ein poetisch-ewiges und zugleich aktuell dramatisches Sinnbild für den Zustand der Natur und unseren Umgang damit. Der Titel »Arche ist klein« schwankt zwischen Feststellung und offener Frage, bezieht die Zuschauenden ein in deren Beantwortung für das Heute und das Morgen.

Obwohl gezeichnet von seiner Krankheit, ist Wilm Weppelmann die Konzipierung, Planung und Realisierung der Installation mit großer Kraft, Engagement und auch Optimismus angegangen. Wir denken gerne zurück an die spannenden kuratorischen Rücksprachen und das Feintuning des Projektes, das auch – dank seiner guten Vernetzung – mit einem Helferteam so erfolgreich realisiert werden konnte. Wir sind froh, dass wir ihn kennenlernen durften und sind in den Gedanken bei den ihm nahestehenden Menschen.

Das Team des DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst