Tausche Bilder gegen Geschichten von Petra Spielhagen

Projektstipendium 2007

Das Projekt „Tausche Bilder gegen Geschichten“ hat bisher an vier Orten stattgefunden, geplant sind insgesamt fünf Stationen. Die Arbeit schließt mit einer Publikation ab. Auf dem Ibbenbürener Wochenmarkte tauscht die Stipendiatin Petra Spielhagen Bilder, die sie im Kreis Steinfurt aufgenommen hat, gegen Geschichten: Wer ihr zu einem Ort auf einem Foto eine Geschichte aufschreibt,bekommt einen Originalabzug in 13x18 cm, datiert und signiert.

Im Vorfeld fotografierte die Künstlerin nachts vorgefundene Situationen; in Farbe, analog und mit Stativ. Die öffentlichen oder öffentlichzugänglichen Räume sind künstlich beleuchtet und menschenleer. Das Licht verleiht den Nachtszenen eine starke atmosphärische Aufladung, sie wirken inszeniert oder digital manipuliert. Mit der Kamera lässt die Künstlerin einen bühnenhaften Raum entstehen.

Denjenigen, die am Tausch teilnehmen, gibt sie eine Projektbeschreibung mit einem Feld zum Aufschreiben der Geschichte. Einige schreiben sofort etwas, andere bringen ihren Beitrag an einem anderen Tag am Stand vorbei oder schicken ihn mit der Post. Die Teilnehmenden sind darüber informiert, dass die Künstlerin eine Publikation und eine Ausstellungam Ort plant. Die Texte werden anonym veröffentlicht.

14.05. – 03.06.07
Tauschaktionen an einem Marktstand in Ibbenbüren an den Wochenmarkttagen mittwochs und freitags

ab 18.05.07
öffentlicher Projektraum im DA

03.06.07
Tauschaktionen an einem Marktstand beim Marktzauber am Kunsthaus Kloster Gravenhorst

24.06.07 um 12:00 Uhr
Ausstellungseröffnung der Ton- und Diainstallation


„Tausche Bilder gegen Geschichten“ – Installation

3 Audioloops in CD-Playern mit Kopfhörern, Diaprojektion als Loop, Stadtmöbel, Requisiten, Textbuch, Zeitungsbeilage/Wurfsendung, Auflage 40 000, Kreis Steinfurt 2007

Die eingetauschten Geschichten hat die Künstlerin von sechs Synchronsprechern einsprechen lassen. Sie sind in drei Audioloops nach Orten getrennt per Kopfhörer zu hören. Die Kopfhörer hängen mit Ortsbezeichnung an einer Parkbank. Das Stadtmöbel ist bewußt nicht frontal, sondern seitlich zur Projektion im Raum angeordnet. Ebenfalls nach Orten sortiert werden die 40 Fotos als Diareproduktionen durchlaufend projiziert. In einem Textbuch ist das gesamte Textmaterial original abgedruckt. Der Einstieg in die Loops ist jederzeit möglich. Eine Zeitungsbeilage in „mittendrin“ wurde mit dem Kulturmagazin gratis an 40 000 Haushalte im Kreis verteilt.