Anke Westermann (Mitarbeit Ludger Drunkemühle)

Wie vom Wind zerzaustes Schilf, dazwischen ein paar abgeknickte Halme, ragt die Konstruktion der Kugelbahn kreuz und quer in den Raum. Aus einfachsten Materialien, Papierabfall und vielen Metern Klebeband, entstand ein komplexes skulpturales System von Rohrleitungen, Stützen und Verbindungen, das in den Raum wuchert, das Oben und Unten miteinander auf ungewöhnliche Weise verbindet.
Kleine und große Besucher werden spielerisch aufgefordert, gestalterisch in die Ausstellung einzugreifen. Denn je mehr Bälle in die vielen Öffnungen der Kugelbahn geworfen werden, desto schneller verändert sich das pointilistische Bodenbild aus hunderten bunter Plastikbälle, die ganz zufällig aus dem einen oder vielleicht auch anderen Rohrende wieder ausgespuckt werden. Lauscht man in die Stille des Raums, nachdem man eine Kugel auf Reisen geschickt hat, so lässt sich der langsame Lauf durch den leisen Klang der rollenden Kugel verfolgen.