Spielerisch erobern sich die schaukelnden Besucher den Raum und die Zeit. Denn Alte und Junge werden durch die Bewegung in eine Situation versetzt, in der Erinnerungen und das kitzlige Gefühl im Bauch im Moment miteinander verschmelzen. „Bewegung ist die Voraussetzung für die Suche nach Grenzlinien und nicht festgeschriebenen Zwischenbereichen, die sich ständig verlagern. Bewegung geschieht übertragen auch in zeitlichen Verschiebungen. Das Motiv der Schaukel, bereits 2003/06 in verschiedenen Situationen eingesetzt, versinnbildlicht nicht nur das Pendeln zwischen Zuständen und den kaum wahrnehmbaren Stillstand am Höhepunkt der Bewegung. Die kinetische Erfahrung des Vor und Zurück ist auch ein Sinnbild für das erinnernde Rückwärtsgleiten und das nach vorne gerichtete Zukunftsstreben, das nur von Milli-Sekunden der Gegenwart gestoppt scheint.“ (Sabine Maria Schmidt)