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Das Projekt „Begegnungen“ von Christian Hasucha wurde von der Jury ausgewählt als Nachrückoption.
In vielen seiner Projekte formulierte Hasucha bereits Grundformen der Partizipation, die Bearbeitung sozialer und gesellschaftspolitischer Themen, meist direkt vor Ort im öffentlichen Raum. Auch das für den Kreis Steinfurt vorgeschlagene Konzept ist ein, im besten Sinne, kommunikatives Kunstkonzept. Die künstlerische Stringenz dieser sozialen Intervention und die vielschichtige Reflexion kommunikativen Handelns überzeugten die Jury.
Die Qualität dieser künstlerischen Idee, die schon früher an anderen Orten umgesetzt wurde, zeigt sich in der immer wieder neu erlebbaren Erfahrungsgestaltung zwischen privaten und öffentlichen Kommunikationsstrukturen. Wenn Hasucha auf der Grundlage der Adressdatensammlung des DA-Kunsthauses zum Blind Date einlädt, überlagern sich Netzwerkstrukturen mit verschiedenen Bedeutungsebenen und ergeben dabei neue Konstellationen - soziale Beziehungsgeflechte. Nur die Initiation selbst liegt beim Künstler, das Treffen liegt in der Verantwortung der Besucher und Besuchten und bleibt letztlich Privatsache. Bedeutungsvoll oder banal … was bleibt ist in jedem Fall ein kleiner irritierender Eingriff im öffentlichen Raum: ein wetterfestes Schildchen, das jeweils auf das stattgefundene Treffen mit Ort- und Zeitangabe noch lange hinweist.
Hier gibt es die Jury Begründung als pdf Datei zum runterladen.
