KUNST + Leben Partizipatorische Kunst zwischen Autonomie und Intervention

Ausstellung. Aktionen. Kommunikation. Symposium.

Impressionen der Ausstellung und der Performance Walking Water von Fabian Vogl >>hier

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Fotos der Projektstipendien KunstKommunikation als download:

Auf großer Fahrt 2006 / My private Gravenhorst 2006 / Villa Hörstel 2006 / Copy & Paste 2007 / Jellybelly 2007 / Obeservatorium 2007 / Tausche Bilder 2008 / Befehle Projekt 2008 / Interaktive Portraits 2008 / Kreis Vermessung 2008 / Pillow Book 2009 / Emoticons 2009 / Feldforschung Abendbrot 2009 / Hand und Arbeit 2009 / Wandernder Ort 2010 / Graffiti Mobil 2010 / Wasserzeichen 2010 / Wir sind die anderen 2010


Symposium: Fabian Vogl - Walking Water Performance
Symposium: Wolfgang Zinggl (Kulturpolitiker und Künstler/ Wien, A)
Symposium: Kuchenaktion von Ingke Günther und Jörg Wagner (Künstler/ Gießen)
Kunstfest: Die Band "Die 3 Nikoläuse" (Fotos: Michael Jezierny)

KUNST + Leben Partizipatorische Kunst zwischen Autonomie und Intervention

Ausstellung. Aktionen. Kommunikation. Symposium.

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Wenn Männer in gefalteten Papierbooten auf große Fahrt gehen, auf Wochenmärkten Geschichten gegen Fotos gehandelt werden, das familiäre Abendbrot plötzlich als öffentliche Veranstaltung auf der Straße stattfindet oder sich Politiker und Bürger gleichermaßen gebauchpinselt fühlen, dann könnte es sich um Kunst handeln. Ganz sicher kann man sich sein, wenn es im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst und im gesamten Kreis Steinfurt zwischen Münster und Osnabrück passiert, denn hier wird Kunst zur Aktion.

Das DA, Kunsthaus ist die erste Institution in Deutschland, die Kunst zwischen Partizipation und Intervention im ländlichen Raum zeigt und auf internationaler Ebene fördert. Zum 5-jährigen Bestehen des Stipendiums KunstKommunikation wird nun der Blick nicht nur zurück gerichtet, sondern es werden Perspektiven aufgezeigt, welche Bedeutung Kunst auch abseits der Metropolen hat und wie die Bedeutung von Kunst als Initiation für kommunikative Prozesse auch über Grenzen hinweg wirksam werden kann. KUNST+Leben ist eine komplexe Idee, die Ausstellung, Aktionen und den Austausch darüber als gemeinsame Erfahrung vermittelt. Kunst wird nicht nur gezeigt, sondern mit allen Sinnen erlebt.

Der Titel KUNST+Leben beschreibt die künstlerische Idee und soziale Verortung gleichermaßen: Lebensnahe, oft auch polarisierende Themen bieten Anlass für künstlerische Aktionen. Kunst passiert dort, wo sie zunächst nicht vermutet wird: auf den Straßen, in Geschäften, Betrieben oder Vereinen, auf Bahnhöfen, in Fussballstadien oder in der Natur … also überall dort, wo Menschen sind. So richtet sich das Projekt nicht nur an ein spezifisches Kunstpublikum, sondern an eine allgemeine regionale Öffentlichkeit, die auch immer Teil des künstlerischen Konzepts ist. Denn ehe man sich versieht, wird der Betrachter zum Benutzer und zugleich handelnder und denkender Teil der künstlerischen Interventionen.

Das öffentliche Symposium KUNST+Leben mit Vorträgen zur kulturwissenschaftlichen Reflexion partizipatorischer Kunst setzt sich erstmalig theoretisch mit diesem künstlerischen Arbeitsfeld im ländlichen Raum auseinander. Wissenschaftler, Ausstellungsmacher und Kunstschaffende auch aus dem nahen ländlichen Grenzgebiet der Niederlande sind eingeladen, um zusammen mit dem Publikum über Kunst im Leben ins Gespräch zu kommen.

Ausstellung: 11.07. – 29.08.10
Eröffnung: 11.07. um 12.00 Uhr
Symposium KUNST+Leben: 27. - 28.08.10
Anmeldeschluss zum Symposium KUNST+Leben: 20.08.10


“ Kloster Gravenhorst, von hier muss man ausgehen“ von Ines Tartler
"Feldforschung Abendbrot" von Ingke Günther & Jörg Wagner

Jetzt wird resümiert. Am Sonntag, den 11. Juli, wurde die Ausstellung „KUNST+Leben“ eröffnet.

Am Sonntag, den 11. Juli, öffnete die Ausstellung „KUNST+Leben“ ihre Türen. Richtiger gesagt: Dazu haben rund 30 Künstlerinnen und Künstler drinnen wie draußen ihre Kunst aufgebaut. Was sich dort findet, ist einerseits eine Retrospektive früherer Projekte. Andererseits zeigt das Kunsthaus neue Werke und neue Künstler, die alle vom Gedanken des Stipendiums bewegt sind: Kunst zu machen, die zum Mitmachen einlädt und zum besonderen Ort des alten Zisterzienserinnenklosters passt. So entstanden in den letzten Tagen zwei poetische Wandbilder der Berliner Künstlerin Ines Tartler, die Geschichte und Vergänglichkeit des Ortes kommentieren.

Zwei weitere Beispiele: Bis zum Ausstellungsende am 29. August läuft das Projekt „Dancefloor“ des Berliner Künstlers Pfelder. Die Arbeit mitten im Park des Klosters ist zugleich offene Bühne und steht allen zur Verfügung. Für Tanz unter freiem Himmel, Picknick oder Theater, öffentliche Chorproben, nächtliche Lesungen oder spontane Aktionen. Alles ist möglich – nur eine Reservierung ist erwünscht.

Das Künstlerpaar Günther und Wagner aus Gießen, die bereits mit ihrem Projekt „Feldforschung Abendbrot“ im Kreis Steinfurt für Aufsehen sorgten, boten im Rahmen ihres „Kuchenplattenarchivs“ zur Eröffnung einen Kuchentausch an. Gegen einen symbolischen Kunst-Gugelhupf konnte sich jeder per Vertrag zur Lieferung seines Lieblingskuchens samt Rezept verpflichten. Fälligkeit ist zum Symposium KUNST+Leben, das am Ende der Ausstellung Ende August stattfinden wird. Dann wird der Kuchen Teil einer Kunstaktion – aber auch zur Eintrittskarte für den Spender.

Termin: 11.07. - 29.08.10
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Impressionen des Aufbaus

Fotos: Oda Stockmann


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