Fabian Vogl:
Wasserzeichen für Kloster Gravenhorst


Gebaute und fiktive Räume, deren Funktionalität und Nutzungskontext und eine daraus entwickelte ironisch spielerische Analyse, sind zentrale Themen im Werk des jungen Münchner Künstlers. Das fürs Kloster Gravenhorst entwickelte Konzept sieht eine low-tech-Installation im inneren und äußeren Bereich des Klosters vor, wobei verschiedene Pumpsysteme mit PVC-Schläuchen die historischen Wasserführungen spielerisch nachzeichnen. So ergeben sich Raumzeichnungen und zeichenhafte Linien in der Parklandschaft mit hoher ästhetischer Qualität, die einen Hinweis auf die frühe, höchst effiziente, klösterliche Wassertechnik und die historisch-baulichen Gegebenheiten aus drei Epochen geben. Der visuelle Eindruck wird ergänzt durch eine vor sich hinplätschernde Klanginstallation und macht das Element Wasser allgegenwärtig. Die Ästhetik der Baustelle kontrastiert gegen eine Denkmalidylle, die die Besucher nun für eine gewisse Zeit gestört sehen - eine der wichtigsten Funktionen von Kunst im öffentlichern Raum…

Die Fließbewegung, der Kreislauf der Energie als verbindendes Element, die ungewöhnliche Klangkulisse aus Pumpen- und Springbrunnengeräuschen vereinen sich zu einer romantisch versöhnenden Verbindung von Poesie und Technik.

Hier gibt es die Jury Begründung als pdf Datei zum runterladen.