„Enzyklopädie der Handhabungen“

Sonderpreis von 2.500 Euro für Anette Rose für Ihre „Enzyklopädie der Handhabungen“

Gegenstand dieser Enzyklopädie sind die Beobachtung und Aufnahme von Handgriffen im Arbeitsprozess. Besonderes Augenmerk wird bei der Betrachtung auf Hände, Werkzeug, Maschinen und kontrollierende Blicke gelegt. Dabei wird der Bezug zu den Fragen bezüglich des Auge-Hand-Zusammenspiels und der Ersetzbarkeit der Handarbeit durch Automaten hergestellt. Gewinner: Anette Rose, Berlin


Kunstpreis ART OF ENGINEERING 2010

Feierliche Übergabe auf der Hannover Messe – Mit Reden der Ehrengäste Christian Wulff, Niedersächsischer Ministerpräsident, und Dr. Britta Schmitz, Kuratorin und Jurysprecherin Hannover, 19. April 2010 –

Die Preisträger des von FERCHAU initiierten und mit 30.000 Euro dotierten interdisziplinären Kunstpreises „ART OF ENGINEERING“ wurden am 19. April 2010 von Frank Ferchau, geschäftsführender Gesellschafter der FERCHAU Engineering GmbH, auf der VDI-Bühne der Hannover Messe geehrt. Der „ART OF ENGINEERING“ zeichnet die besten sechs von insgesamt 96 interaktiven Arbeiten von Künstlern, Ingenieuren und Technikern zum Thema „IT&Medienkunst“ aus. Christian Wulff, Niedersächsischer Ministerpräsident, und die Oberkuratorin für zeitgenössische Kunst an der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Berlin, Dr. Britta Schmitz, waren Ehrengäste der Preisverleihung.

Der ART OF ENGINEERING veranschaulicht, dass eine Kluft zwischen Kunst und Engineering nur scheinbar besteht. Frank Ferchau sagte bei der Verleihung: „Der Künstler und der Ingenieur denken vermeintlich in verschiedenen Kategorien – freie Assoziation und Irritation eingefahrener Regeln versus Messbarkeit und naturwissenschaftliche Gesetze. Doch eher überwiegt das Verbindende zwischen beiden, nämlich die gemeinsame innovative Triebkraft, den Status Quo in Frage zu stellen.“

Christian Wulff sagte in seiner Ansprache, dass Kunstförderung in Zeiten der Krise keine Selbstverständlichkeit sei: „Dass ein Unternehmen in einer Zeit, in der die Kulturausgaben als sogenannte ‚Freiwillige Leistungen’ auf dem Prüfstand stehen, einen so hoch dotierten Kunstpreis vergibt, verdient Anerkennung.“

Einen Kunstpreis ins Leben zu rufen und selbst in wirtschaftlich angespannten Zeiten zu vergeben, beschreibt Frank Ferchau jedoch als Investition in die Zukunft des Unternehmens: “Ich sehe die Kunstwerke, die durch den Preis entstehen, als Türöffner. Sie bieten dem Betrachter einen kreativen Zugang zu technischen Themen. Letztlich will ich etwas für den Technikstandort Deutschland tun, indem ich versuche, die Öffentlichkeit für Technik zu begeistern. Wenn sich dadurch mehr junge Menschen für den Ingenieurberuf entscheiden, profitiert am Ende auch FERCHAU.“

Die Jury aus hochkarätigen Persönlichkeiten, u.a. aus Forschung, Museen und Hochschulen, bewertete die eingereichten Werke nach technischer Finesse, künstlerischer Aussage und interaktiver Konzeption. Die Sprecherin der Jury, Dr. Britta Schmitz, stuft die Qualität der Wettbewerbsbeiträge als hoch ein: „Wir hatten das Vergnügen, viele Einreichungen aus Kunsthochschulen und anderen Institutionen zu jurieren. Dazu kam, dass das Thema ‚IT&Medienkunst’ den Puls der Zeit trifft.“

Auch Frank Ferchau erklärte in seiner Rede bei der Preisverleihung, warum ihm das Thema IT in Verbindung mit Kunst wichtig und aktuell erscheint: „Die neuen Kommunikations- und Informationsformen wie YouTube, Facebook oder Wikipedia haben die moderne Gesellschaft maßgeblich verändert. Ich frage mich manchmal, was sind das für Geister, die wir als Ingenieure und Software-Entwickler mit den Möglichkeiten der IT gerufen haben? Als ich dann die Beiträge zum ART OF ENGINEERING sah, stellte ich erleichtert fest, dass es in der Kunst ausnahmslos gute Geister zu sein scheinen.“

Dr. Britta Schmitz sprach bei der Preisverleihung vom innovativen Potenzial der Kunstwerke: „Die Zahl der Künstler, die sich digitaler Medien bedienen, läßt Rückschlüsse auf den Stellenwert dieser Medien innerhalb unserer visuellen Kultur zu. Oft haben sich in der Kunstgeschichte die Künstler als Pioniere bei der Benutzung neuer Technologien erwiesen. Die Künstler weisen uns eventuell den Weg.“

FERCHAU Engineering GmbH Derzeit arbeiten bei der FERCHAU Engineering GmbH mehr als 3.600 Ingenieure, Techniker und Technische Zeichner in über 50 Niederlassungen und Standorten sowie über 60 Technischen Büros. 2009 erzielte FERCHAU einen Umsatz von 260 Millionen Euro. FERCHAU ist u.a. in den Bereichen Maschinenbau, Elektro- und Informationstechnik, Anlagen- und Stahlbau sowie Fahrzeug- und Schienenfahrzeugtechnik tätig.